Der Laminierprozess für Folien-Touchpanels verwendet hauptsächlich die Linienpressmethode, wobei die Genauigkeit der X-Y-Kantenausrichtung innerhalb von 0,2 mm gehalten wird. Zusätzlich zu den vorangegangenen Schritten Folientrennung und Walzenpressen muss das laminierte Produkt einer Blasenentfernungsbehandlung (Autoklav) unterzogen werden. Die zum Laminieren verwendeten Walzen sind nicht perfekt kreisförmig, und im OCA (Optically Clear Adhesive) kann es zu örtlichem Klebermangel kommen. Folglich treten nach dem Laminierungsprozess häufig winzige Blasen — wie verzögerte Blasen und RA-Blasen — auf.
Der Autoklav wird 30 Minuten lang auf 50 ° C und 5 kg/cm ² eingestellt. Unter diesen Bedingungen erweicht die Temperatur den Klebstoff und der ausgeübte Druck beseitigt oder verteilt die beim Laminieren entstehenden Blasen und fördert gleichzeitig eine festere Verbindung zwischen den Produktschichten. Das Auftreten von Blasen stellt einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor unter den Panelherstellern dar und zählt zu den drei häufigsten Fehlerkategorien für Laminierungslieferanten. Durch Erhöhen der Viskosität (oder Weichheit) des OCA können die beim Laminieren entstehenden Blasen bis zu einem gewissen Grad reduziert werden. Allerdings besteht auch die Gefahr eines Kleberüberlaufs an den Querschnittskanten, einer ungleichmäßigen Kleberverteilung und Faltschäden.